Presseerklärung Bündnis gegen Rechts Wittstock

Lebenswert heißt: bunt statt braun, vielfältig statt einfältig, Menschen willkommen zu heißen statt sie abzuschrecken!

Das Bündnis gegen Rechtsextremismus in Wittstock beteiligt sich am Stadtfest „Lebenswerte Region – Lebenswerte Stadt“ Wir freuen uns sehr über die große Beteiligung von Vereinen, Institutionen und Einzelpersonen am Stadtfest am 1. Mai, das sich gegen die von Rechtsextremen geplante Demonstration richtet. Wir rufen die Bürgerinnen und Bürger Wittstocks sowie alle demokratisch gesinnten Menschen, Initiativen und Bündnisse aus den anliegenden Dörfern und Nachbarstädten auf, die zahlreichen Angebote in der Innenstadt wahrzunehmen und insbesondere an den Veranstaltungen des Bündnisses in Wittstock teilzunehmen.

Zeigen wir den Rechtsextremen, dass ihre Ideologie des Hasses, der Verachtung, der Intoleranz, der Gewalt und der Angst in Wittstock unerwünscht ist, zeigen wir ihnen, dass die Mehrheit der Wittstockerinnen und Wittstocker sich für Toleranz, Offenheit und Demokratie einsetzt! Wir wollen in einer Stadt leben, in der alle Menschen gleich geachtet werden, egal, wo sie herkommen, wie sie aussehen, an wen sie glauben und wen sie lieben.

Das Bündnis ruft insbesondere zur Teilnahme an der ökumenischen Andacht für die Opfer rechter Gewalt auf, die um 10.45 Uhr auf dem Marktplatz beginnt. Das Bündnis ruft weiterhin dazu auf, anschließend um 12 Uhr an einer weiteren Andacht vor dem Denkmal der Opfer des Faschismus im Friedrich-Ebert Park teilzunehmen.

Ab 13 Uhr laden wir gemeinsam mit dem Haus der Begegnung dazu ein, auf dem Platz vor dem Haus der Begegnung (Gröper Straße 20) bei Musik und leckeren Speisen Menschen kennen zu lernen, die in Wittstock leben und in den verschiedensten Regionen der Welt geboren wurden. Zu dieser Begegnung kann jede und jeder gern noch etwas an Speis und Trank und Musik mitbringen. Wir freuen uns auf ein buntes Treiben!

Um 16.00 Uhr lädt das Bündnis die Bürgerinnen und Bürger ein, im Kino Astoria (St. Marien Str. 29) den Film „Roots Germania“ zu sehen und im Anschluss mit der Regisseurin Mo Asumang, bekannt als Schauspielerin und Fernsehmoderatorin, zu diskutieren. Der Film ist eine intensive, aber auch heiter-ironische Reise durch Deutschland auf der Suche nach den Ursachen von Ausgrenzung und Hass, nach den Wurzeln des Germanenkults der Neonazis und nach den unterschiedlichen Vorstellungen von Heimat bei den Neonazis, bei der Regisseurin als Deutsche schwarzer Hautfarbe und auch bei uns selbst. Der Eintritt ist frei.

Wir hoffen auf viele Besucherinnen und Besucher und eine interessante Diskussion.

Die SPD unterstützt den Aufruf und wird sich ebenfalls am Stadtfest mit einem Stand beteiligen.

 
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